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  Raimundo Sodré

Raimundo Sodré ist ein Meister des Samba Chula. Geboren wurde er im Landesinneren Bahias im Juli 1947 in Ipirá. Zunächst studierte er auf Wunsch seines Vaters Medizin, brach das Studium aber ab, da er die Kosten des Studiums nicht tragen konnte. Er schloss sich 1974 einigen Musik- und Theatergruppen an und tourte mit ihnen erfolgreich durch ganz Brasilien. Anfang der 80er Jahre löste er sich von den Theatergruppen, um seine Solokarriere auszubauen. Er nahm sein bis heute berühmtestes Lied „A Massa“ auf. Gleichzeitig unterzeichnete Sodré seinen ersten Plattenvertrag über drei Alben bei der Polygram. „A Massa“ wurde 1980 zur Zeit der Militärdiktatur ein Riesenhit beim Festival der Musica Popular Brasiliera. Raimundo Sodré war fortan in ganz Brasilien bekannt. Ein Jahr später, 1981, eine sehr gewalttätige Zeit in Bahia, sprach er im Verlauf einer für die mächtigsten Politiker Brasiliens aufgeführten Show offen vor den Zuschauern die Verantwortung der Regierung für ihr Volk an und beendete die Vorstellung mit einem Lied, das nichts anderes als eine Aufforderung zum zivilen Ungehorsam war. Dadurch büßte Raimundo Sodré sein wichtigstes Plattenlabel und seine Karriere ein und musste ins französische Exil gehen. Er kehrte erst im Jahr 2000 nach Bahia zurück. 2003 veröffentlicht Raimundo Sodré bereits seine fünfte Soloarbeit, das Album „Dengo“. Und beweist erneut, dass er einer der authentischsten und populärsten Künstler seiner Zeit ist.

 
 


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  Seu Mateus Aleluia

Mateus Alelulia ist 1943 in Brasilien geboren. Er ist das einzige noch lebende Mitglied einer Gruppe brasilianischer Legenden, der Tinçoãs aus Cachoeira in Bahia (der Tinçoã ist eine in dieser Region lebende Vogelart, von der man sagt, dass sie verdienstvolle Menschen vor Gefahren warnen würde). Die Tinçoãs sangen bis zu ihrer Auflösung 2000 Lieder, die dem Candomblé entstammen – jener westafrikanischen Religion, die in Bahia überleben und sich ausbreiten konnte, während sie auf ihrem Heimatkontinent Afrika verkümmerte und unterging. Die Kultur der Bantu, die Grundlage der Kultur in Bahia, hat ihr Zentrum im heutigen Angola, und nach der Auflösung der Tinçoãs verbrachte Mateus dort viel Zeit (schon mit Tinçoãs besuchte er Angola mehrere Male) auf der Suche nach den Wurzeln der heutigen Kultur Bahias.

Mateus Aleluia ist ein „Star“ in dieser Kultur. Die Musik Carlinhos Browns und Margareth Menezes (die Los Angeles Times ernannte sie zur „brasilianischen Aretha Franklin“) wurde maßgeblich von der Aleluias inspiriert und beeinflusst. Sein Lied „Maimbê Dandá“, das er gemeinsam mit Carlinhos Brown geschrieben hat, wurde im Karneval 2005 ein Riesenhit.

 
 


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  Bule-Bule

Der 60jährige Bule-Bule – mit bürgerlichen Namen Antônio Ribeiro da Conceição – wurde 1947 geboren und ist der "Griot" von Bahia (Griots sind Sänger/Geschichtenerzähler westafrikanischer Volksgruppen). Er ist aufgewachsen mit der Tradition improvisiert gereimter Verse, die von unterschiedlichen Dingen handeln, von alltäglichen Ereignissen bis zu Geschichten über den Nordosten Brasiliens. Bule-Bules Musik verbindet akustisch die Geschichte, die Tradition und die Schönheit dieses auserwählten Fleckchens Erde. Er tourte durch das Landesinnere Bahias und verschiedene Staaten des Nordostens Brasiliens, unbeeindruckt von Trends oder einer Musikindustrie. In den 70er Jahren trat er in Clubs und auf Plätzen im Landesinneren des Nordostens auf. Erst durch das Album, das er 1979 mit Zé Pedreiera, einem bahianischen Sänger, aufnahm, wurde er auch über den Nordosten Brasiliens hinaus bekannt. Während der 80er Jahre nahm er mehrere Platten bei größeren regionalen Labels auf, verzichtete aber nicht auf Live-Auftritte. 1993 wurde er Ehrenbürger der Stadt Salvador, eine offizielle Anerkennung seiner Bedeutung für die bahianische Kultur.

 
 


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  Riachão

Riachão wurde am 14. November 1921 in Lingua da Vaca, im Viertel Gracia von Salvador geboren, wo er noch heute lebt. Getauft wurde er auf den Namen Clementino Rodrigues. Der nur 1,56 m kleine Mann ist Bahias Mr. Dynamite! Er gilt als einer der besten „Sambaista“ der Region Bahia und ist der älteste noch lebende in ganz Brasilien. Mit 12 Jahren komponierte er seine erste Samba. 1944 begann seine Karriere, als er beim Sender Rádio Sociedade mit seinem Trio Musiken aus dem Sertão interpretierte. In den 50er Jahren war er nach Dorival Caymmi (bedeutender brasilianischer Musiker aus Salvador, dessen Lieder von Carmen Miranda gesungen wurde) der zweite bahianische Komponist, der Aufnahmen in Rio de Janeiro machen durfte. Sein Musikschaffen zwischen 1948 und 1959 war vor allem geprägt durch Chronistisches, im Rhythmus der bahianischen Samba und in einer direkten Sprache, die das einfache Volk erreichte. Im Laufe der Zeit schloss der Radiosender, für den Riachão sang. Um seine Familie zu unterstützen – er ist mit Maria Eulalia verheiratet und hat 10 Kinder – nahm der nicht unterzukriegende Riachão eine Stelle als Botenjunge bei einer ortsansässigen Bank an, er fuhr Busse und lief von Ort zu Ort, auffällig gekleidet wie immer, mit seinen Schals, Hüten und den vielen Ringen. Viele Jahre war es sehr ruhig um Riachão. Erst 2001 wurde er wieder entdeckt und eine neue CD, unter Mitwirkung seiner Bewunderer Tom Zé, Carlinhos Brown und Caetano Veloso, mit seinen Liedern aufgenommen.


 
 


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  Alex Mesquita – musikalischer Direktor und Arrangement

Alex Mesquita wurde 1971 in Salvador de Bahia geboren und begann bereits mit 10 Jahren auf der akustischen Gitarre zu spielen. Nach dem Studium der Gitarre in Brasilien und den USA u.a. bei Ted Green, Scott Henderson und Carl Schroder, machte er sich einen Namen als Solokünstler, Arrangeur und Produzent. 2003 erschient sein ersten Soloalbum „Curva De Tiempo“.

In Brasilien hat er mit den großen Musikern des Landes zusammengearbeitet. Er spielte mit Gilberto Gil, Caetano Velos, Margareth Menezes, Ivete Sangalo, Carlinhos Brown und viele anderen, die die Tradition der brasilianischen Musik bewahren und gleichermaßen weiterentwickeln und international lebendig halten.

Heute zählt Alex Mesquita zu den talentiertesten Vertretern der zeitgenössischen brasilianischen Musik. Er ist ein angesehener Komponist, Arrangeur und einer der führenden Gitarristen, der in besonderer Weise traditionelle Instrumentalmusik und zeitgenössische Musikstile mit einander verbindet.

In „Born to Samba“ verbindet Alex Mesquita in seinen Arrangement traditionelle, ursprünglich Sambamelodien der Samba de Roda“ und „Samba Rural“ mit dem Rhythmus der zeitgenössischen Samba, die auf den Strassen Brasiliens gespielt und getanzt wird. Die klassische Boss Nova Songs sind mit Elemente des Candomble und HipHop-Rhythmen arrangiert und schaffen eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne.


 


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  Paloma Pinheiro Gomes

Paloma ist seit dem Jahre 2002 Schülerin der Musikschule PRACATUM, gegründet von Carlinhos Brown in der Favela Candeal, San Salvador da Bahia in Brasilien. Paloma ist Bewohnerin der Favela Candeal.

Heute ist sie 23 Jahre jung, hat aber schon mit 15 begonnen in verschiedenen Bands ihres Viertels zu singen. Sie stammt aus einer Musikerfamilie – die zwar erfolglos blieb, ihr jedoch immer alle erdenkliche Unterstützung zukommen ließ.

Sie nahm an vielen wichtigen offiziellen Auftritten der Schule Pracatum teil, unter anderem im Jahre 2004 während der Prämierung für den „Jungunternehmer des Jahres“, organisiert vom brasilianischen Bildungsministerium. In Europa trat sie im Juli 2005 in Valencia, Spanien, im Rahmen des Kongresses der internationalen Solidarität auf. Zweimal unterstützte sie die Aktion „Weihnachten ohne Hunger“, Natal Sem Fome der Ação da Cidadania Contra a Fome, a Miséria e Pela Vida (Bürgerinitiative gegen den Hunger, das Elend und Für das Leben).

Auch mit einem der bekanntesten Komponisten des bahianischen Karnevals der 80er Jahre– Gerônimo – trat sie mehrmals auf seinen „Dienstags-Konzerten“ mit der Band Pracatum auf.

Auf dem 2005 erschienen Album Millenium der von Carlinhos Brown 1992 gegründeten Karnevalsgruppe „Timbalada“ ist Paloma zu hören und natürlich auch auf dem Album „Mãos que Tocam o Mundo“, das die Musikschule PRACATUM selbst produziert hat.


 
 


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  Randy „Pardal“ Roberts

Der Amerikaner Randy Roberts lebt nun schon seit 15 Jahren in Salvador, an der Ostküste Brasiliens. Bekannt ist er dort unter dem Spitznamen „Pardal“ – der Spatz. Aufgewachsen in Idianapolis, arbeitete Pardal zunächst in New York erfolgreich als Musikagent. Eine spätere Trennung von seinem damaligen Geschäftspartner, führte dazu, dass Pardal als Tourist nach Brasilien kam und sich wenig später entschloss, in Salvador de Bahia sesshaft zu werden. Die Kultur und vor allem der Kampftanz Capoeira faszinierten ihn. Geprägt und inspiriert vom Samba-Rhythmus wurde er schon als Jugendlicher, als er die Musik das erste Mal in einer Bar hörte. Angekommen in Brasilien machte er sich auf die Suche nach neuen begabten Samba-Künstlern und kaufte schließlich vor zwei Jahren einen kleinen Plattenladen in der Altstadt in Salvador – eine wahre Fundgrube für brasilianische Musik und ein Treffpunkt der Musikszene. Gleichzeitig gründete er sein eigenes Plattenlabel „Cana Brava Records“. Über die Jahre hat er viele brasilianische Musiker aus unterschiedlichen Stilrichtungen kennen gelernt. Eines Tages besuchte auch Regisseur Toby Gough, neben den vielen Musikern der Stadt, die Pardal ihre neuesten CDs präsentierten, Pardals Plattenladen. Der Beginn für die Entstehung der Show „Born to Samba“, denn Gough erfuhr nicht nur viel über die Herkunft der brasilianischen Musik, sondern Pardal brachte ihn auch mit den Musikergrößen zusammen, die heute auf der Bühne stehen..


 
 
 



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  Bitgaboott,
die junge Band aus der Musikschule PRACATUM


Die Band Bitgaboott ist in der Favela von Candeal mit Unterstützung von Carlinho Brown entstanden.

Ihre bisherigen Band-Highlights sind sehr beeindruckend:
Sie spielten 1992 mit Carlinho Brown auf dem mit einem Grammy ausgezeichneten Album Brasileiro von Sergio Mendes. Carlinho holte sie auch für seine Produktion Carlito Marrom and Candyall Beat.
Auch Cateano Veloso verpflichtet sie für 3 seiner CD-Produktionen.
Sie arbeiteten bei Plattenproduktionen für Gilbert Gil, Daniela Mercury (zwei Stücke von Mercurys Album Feijão com arrros wurden auch vom Bitgaboott Mitglied Boga geschrieben), Marisa Monte, Gal Costa, Elza Soares und Omara Portuondo vom Buena Vista Social Club.

Zusammen mit Carlos Santana standen sie 2004 in Montreux auf der Bühne.
 
 
   
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